"So leicht wie ein Turnschuh… "

Keine lateinamerikanischen Rhythmen, sondern deutsche Texte mit Wortwitz bieten die Jungs von „Samba“. Die Band aus Münster spielt am Samstag, 29. August, beim Festival „Rock am Schloss“ in Fürstenau.
Begonnen hat alles 1994, als vier Schulfreunde aus Münster ihre Vorstellungen von Gitarrenpop verwirklichen wollten. Schon ein Jahr später hatten sie einen Plattenvertrag bei „Sony“ in der Tasche und brachten ihre erste EP „Das Licht“ auf den Markt. 1996 erschien das Album „Zuckerkick“. Nachdem Schlagzeuger Thomas zu einer Reggaeband wechselte, änderte sich die Besetzung der Band ständig.
Heute treten „Samba“ zu viert auf. Geblieben sind Knut an der Gitarre und der Bassist Götz. Als Schlagzeuger kam Jörn, der vorher in einer befreundeten Band gespielt hatte. Mit Gregor stieß ein zweiter Gitarrist zur Gruppe. Die vier spielen jetzt weniger Pop, dafür mehr Indie und Punk. Die Texte von Songwriter Knut sind unterdessen geblieben.
Seit 2004 sind „Samba“ unter Vertrag bei „Tapete Records“, einem Indielabel, das auch die Platten von Bands wie „Anajo“, „Tele“ und „Bernd Begemann“ herausbringt.
Benannt hat sich die Band nach dem Sportschuh der Firma „Adidas“, der in fast keinem Kleiderschrank ihrer Altersgruppe fehlt. Ansonsten grenzt sich die Band ab und geht ihren eigenen Weg. Zu meckern hat sie auch einiges: Viele deutsche Bands könnten einfach nicht richtig über ihr Innenleben schreiben, sagte Frontmann Knut beispielsweise 2006 in einem Interview mit dem Magazin „Kritische Ausgabe“. Seine Texte jedenfalls seien sehr persönlich.
Obwohl die Band schon seit 15 Jahren besteht, ist sie noch vergleichsweise unbekannt. Das stimme die Band manchmal schon melancholisch, gibt Knut im Interview zu. Trotzdem sei er optimistisch, dass sich das Blatt noch wenden könne. „Wir sind da auf jeden Fall noch nicht am Ende angekommen. Da wird noch einiges passieren“, sagt er.
„Samba“ wird beim diesjährigen „Rock am Schloss“ als letzte von sechs Bands auftreten. Vor ihnen spielen die Berliner „Jennifer Rostock“, „One Side Smile“ aus Karlsruhe und „Pressure Recall“ aus Löningen. Auch „Chinaski“ aus Damme und „Die Tulpen“ aus Bersenbrück sind dabei. Los geht es um 17 Uhr im Fürstenauer Schlosspark. Die Tickets kosten sieben Euro an der Abendkasse.
Von Elisabeth Rahe
Fürstenau.
Bersenbrücker Kreisblatt 22.08.2009
Micha am September 17th 2009 in Allgemein






































